

Wir vertrauen den Daten mehr als dem Körper, der sie erzeugt.
Eine Gesellschaft, die alles messen kann und ihre Aufmerksamkeit ständig nach aussen richtet, hat verlernt, sich selbst zu spüren.
Zwischen dem, was wir wissen, und dem, was wir tun, steht der Körper.
Er hat längst reagiert, wenn der Kopf zu denken beginnt. Dauerhafte Veränderung schliesst immer den Körper mit ein.
Wir behandeln auf Rekordniveau und werden nicht gesünder.
Wir bekämpfen jahrelang den Rauch, während das eigentliche Feuer darunter ungestört weiterschwelt.
VORTRÄGE, DIE IHR PUBLIKUM SO
NOCH NICHT GEHÖRT HAT
Alle Vorträge sind modular: vom 20-minütigen Impuls
bis zur 90-minütigen Keynote, angepasst an Ihre Zielgruppe,
Ihre Sprache und Ihr Format.
Vortragssprachen sind:
Deutsch, Französisch, Englisch, Spanisch
Die Klitoris ist nicht das Problem
Warum Technik nicht löst, was zwischen zwei Menschen fehlt
Viele Paare, die sich lieben, leben sich sexuell auseinander. Sie zieht sich zurück, hat immer seltener Lust. Er spürt es, versucht mehr, wird unsicher — und irgendwann versagt sein Körper genau dort, wo er funktionieren soll. Oder umgekehrt. Beide leiden. Beide schweigen.
Die übliche Erklärung lautet: zu wenig Stimulation, die falsche Stelle, zu wenig Abwechslung, zu wenig Wissen. Diese Erklärung ist anatomisch korrekt — und sie erklärt trotzdem nichts. Denn wenn es nur an der Technik läge, müssten gut informierte Paare das Problem längst gelöst haben. Sie haben es nicht.
Am Anfang geht alles von selbst. Neuheit, Aufregung, ein Hormoncocktail, der jede Anstrengung überflüssig macht. Doch wenn diese Phase vorbei ist, entsteht Verlangen auf einer völlig anderen Grundlage — und diese Grundlage kennen die wenigsten. Also machen wir weiter wie bisher: mit mehr Anstrengung, mehr Bemühen, mehr Wollen. Er performt, sie inszeniert. Beide sind im Kopf statt im Körper, und keiner ist wirklich da.
Ein Vortrag darüber, wie wir Sexualität in wenigen Jahrhunderten auf Leistung und einen messbaren Höhepunkt verengt haben. Was dabei für Männer und Frauen gleichermassen verloren ging — und was es braucht, damit Sex wieder zur Lieblingsbeschäftigung und zu dem wird, was ein Paar am stärksten verbindet.
Für Kultur- und Denkbühnen, Paar- und Beziehungsformate, Unternehmensanlässe und Wissenschaftsveranstaltungen, die Substanz und Mut suchen.
Nur eine Armlänge entfernt
Warum Berührung aus unserem Alltag verschwunden ist — und wie der Körper dafür bezahlt
In einer Generation haben wir gelernt, Übergriffe zu benennen und Kinder zu schützen. Was früher als Kavaliersdelikt durchging, ist heute strafbar. Diese Entwicklung war überfällig.
Verändert hat sich dabei allerdings etwas anderes als das, was wir ändern wollten. Lehrerinnen trösten ein weinendes Kind mit der Hand auf dem Rücken — oder lieber gar nicht. Pflegende zögern. Männer geben einander die Hand und sonst nichts. Im Berufsleben gilt eine Armlänge als anständiger Abstand. Wir haben nicht gelernt, besser zu berühren. Wir haben aufgehört.
Was dabei verloren geht, zeigt sich erst, wenn man anschaut, was Berührung im Körper auslöst. Die Haut meldet sie zweimal, über zwei getrennte Leitungen. Die eine ist schnell und meldet, was geschieht: wo, wie fest, welche Struktur. Die andere ist rund fünfzigmal langsamer und meldet etwas ganz anderes: dass es gut ist. Sie antwortet am stärksten auf langsames Streichen, und nur dann, wenn die Temperatur stimmt: nicht kühler, nicht wärmer, sondern genau die Temperatur menschlicher Haut. Diese Fasern sind auf einen anderen Menschen geeicht.
Dieses zweite Berührungssignal endet nicht dort, wo der Körper Tastempfindungen einordnet. Es endet dort, wo Hunger, Durst, Atemnot und der Herzschlag verarbeitet werden. An diesem Ort liegen keine Sinneseindrücke, sondern Bedürfnisse — Meldungen über einen Mangel, die Abhilfe verlangen. Die Augen kann man schliessen, die Ohren zuhalten. Keinen Durst zu haben kann man nicht beschliessen. Berührung ist für den Körper kein Luxus oder reiner Genuss. Sie ist ein Grundbedürfnis.
Und jedes Bedürfnis hat einen Mangelzustand. Bei Neugeborenen ist er offensichtlich: Auf Frühgeborenenstationen gehört Hautkontakt zur Behandlung wie Wärme und Nahrung, weil er die Sterblichkeit senkt. Erwachsene mit einem Mangel an Berührung erkranken häufiger am Herzen, erleiden häufiger einen Schlaganfall, entwickeln häufiger eine Demenz und sterben früher. Fehlende Nähe ist für die Sterblichkeit ein grösserer Risikofaktor als Übergewicht.
Ein Vortrag darüber, was Berührung im Körper tatsächlich ist, was die Forschung dazu zeigt — und darüber, dass die Armlänge, die wir alle gelernt haben, keine Frage des Anstands ist, sondern eine der Gesundheit ist.
Für Kultur- und Denkbühnen, Stiftungen und öffentliche Anlässe, Verbände und Netzwerke im Gesundheits-, Bildungs- und Sozialwesen, Gesundheitstage, Kongresse und Bildungsformate.
Wenn sich die Spielregeln ändern
Was in den Wechseljahren wirklich geschieht — und und was tatsächlich hilft
Man erzählt Frauen, es gehe um Hitzewallungen. Um schlechten Schlaf, dünner werdendes Haar, ein paar unbequeme Jahre, durch die man eben durchmuss. Als wäre der Körper eine Maschine mit einem Verschleissteil.
Tatsächlich ist die Veränderung viel umfassender. Östrogen ist kein Hormon, das nur die Fortpflanzung steuert. Es wirkt an verschiedensten Orten im Köprer, so auch im Gehirn. Dort, wo Gedächtnis entsteht, wo Emotionen reguliert werden, wo Schlaf und Temperatur gesteuert werden. Wenn es zurückgeht, organisiert sich das Gehirn neu. Was Frauen in diesen Jahren erleben, ist kein Defekt und keine Laune. Es ist ein radikaler Umbau, der sie nicht nur körperlich verändert.
Viele erleben, dass sie danach nicht dieselbe sind. Sie ertragen nicht mehr, was sie zwanzig Jahre ertragen haben. Sie sagen Nein, wo sie früher genickt haben. Manche verlassen Ehen, wechseln Berufe, beginnen von vorn. Das wird «Krise» genannt. Vielleicht ist es das Gegenteil.
Wer versteht, was im eigenen Körper geschieht, trifft andere Entscheidungen. Über Schlaf und Belastung. Über das, was er sich noch zumutet. Über die Frage, was medizinisch sinnvoll ist und was nur Beschwerden kaschiert. Und darüber, wie man einen Körper begleitet, der sich gerade in einer Metamorphose befindet.
Ein Vortrag über eine Lebensphase, die als Verfall beschrieben wird, obwohl sie eine Verwandlung ist. Darüber, was im Körper und im Gehirn tatsächlich passiert, was in dieser Zeit wirklich hilft — und warum Frauen mit alldem noch immer so allein gelassen werden.
Für Frauenanlässe und Frauennetzwerke, Unternehmen und Gesundheitstage, medizinische Fachkongresse und Bildungsformate.
Über den verlorenen Sinn für den eigenen Körper
Warum eine Gesellschaft, die alles misst, aufgehört hat, sich selbst zu spüren.
Wir können heute alles messen — Schlaf, Puls, Schritte. Und trotzdem fragen Millionen Menschen morgens ihre Uhr, ob sie gut geschlafen haben.
Was dabei verloren geht, ist ein Sinn, den kaum jemand kennt: die Fähigkeit, das Innere des eigenen Körpers wahrzunehmen. Wer ihn verliert, merkt Erschöpfung erst, wenn der Körper streikt. Überhört das leise Nein im Bauch und sagt Ja zu dem, was ihm schadet. Und wird empfänglich für jeden, der ihm von aussen sagt, was er brauchen soll.
Die Folgen reichen weiter. Was uns geprägt hat, ist nicht im Kopf gespeichert, sondern im Körper. Unsere Muster laufen ab, bevor wir sie denken. Wer sich selbst nicht spürt, kann sie nicht erkennen — und wiederholt sie ein Leben lang. Diese Fähigkeit ist deshalb kein Wellness-Thema. Sie entscheidet darüber, ob ein Mensch sich verändern kann oder seinen alten Mustern ausgeliefert bleibt.
Ein Vortrag darüber, warum in einer Welt aus Tracking, Smartphone, Dauerreizen und künstlicher Intelligenz die wichtigste Instanz überhört wird — der eigene Körper. Und darüber, dass dieser Sinn kein Talent ist, sondern eine Fähigkeit, die man zurückgewinnen kann.
Für Kultur- und Denkbühnen, Unternehmensanlässe, Bildungsformate und Konferenzen zu Gesundheit, Technologie und Zukunft.
Wo ich spreche
Ich spreche auf Kultur- und Denkbühnen, die Substanz suchen, und in Unternehmen aller Branchen — von Gesundheitstagen bis zu Führungsanlässen. Ich spreche vor Vereinen, Netzwerken und Verbänden, an Frauenanlässen, auf Kongressen und Fachtagungen im Gesundheits- und Pharmabereich, an Universitäten und Fachhochschulen. Und überall dort, wo ein Jubiläum, ein Kick-off oder eine Tagung mehr sein soll als eine Pflichtrede.


Verbinden, was zusammen gehört
Dr. Chantal Schlatter ist eidg. dipl. Apothekerin und Doktorin der Pharmazie. Nach vielen Jahren in klinischer Arbeit und wissenschaftlicher Kommunikation kam eine Ausbildung und praktische Tätigkeit als Tantra-Massage-Therapeutin dazu. Diese sechs Jahre öffneten ihr die Tür zur Arbeit mit Körper und Energie — und von dort erweiterte sie ihr Feld systematisch um Nervensystem-Forschung und somatische Praxis.
Pharmazeutische Wissenschaft, evidenzbasierte Medizin, Nervensystem-Regulation und praktische Körperarbeit in einer Person — diese Verbindung findet man in der deutschsprachigen Rednerlandschaft kaum ein zweites Mal. Das ermöglicht es ihr, über Körper, Sexualität und Gesundheit so zu sprechen, wie es sonst kaum jemand kann.
Sie spricht Deutsch, Französisch, Spanisch und Englisch und lebt im Kanton Aargau und im Elsass.
Von der Anfrage zum Vortrag
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